5.7Release News · OPC Router
OPC Router 5.7 – Das Logik-Update
Was bisher Skripte, Umwege über mehrere Flows oder externe Hilfe gekostet hat, projektieren Sie ab 5.7 in Minuten: Bedingungen, wiederverwendbare Funktionen und Fehlerbehandlung sind jetzt normale Bausteine im Flow – und die überarbeiteten Variablen liefern den Speicher dazu.
Für Sie heißt das vor allem: weniger Projektierungsaufwand. Weniger Bausteine für dasselbe Ergebnis, Änderungen nur noch an einer Stelle, und Fehler, die sich selbst behandeln statt einen Anruf auszulösen. Mehr dazu im Webinar am 17. September.
Mehr Logik direkt im Flow
Vier Bausteine, die Projektzeit sparen
Wenn-Dann ohne Skript – in Minuten projektiert
Fast jedes Projekt braucht irgendwann eine Entscheidung: Dieser Wert so, jener anders. Bisher hieß das Umwege über mehrere Flows oder ein Skript, das später niemand mehr anfassen wollte. Mit dem neuen Bedingung (IF) TO ziehen Sie die Verzweigung als Baustein in den Flow und konfigurieren sie, statt sie zu programmieren.
Typischer Fall im Projekt: Überschreitet eine Temperatur den Grenzwert, soll eine Meldung ins MES gehen, alles darunter läuft nur in die Datenbank. Früher zwei Flows und ein Skript, heute ein Baustein mit zwei Zweigen – und im Status sehen Sie später, welcher Zweig gelaufen ist.

Wie Sie davon profitieren
- Schneller fertig: Ein Baustein ersetzt den Umbau über mehrere Flows.
- Kein Skript-Know-how nötig: Die Entscheidung wird konfiguriert, nicht programmiert.
- Auch in drei Jahren verständlich: Die Logik ist im Flow sichtbar, nicht in einem Skript versteckt.
Einmal bauen, im ganzen Projekt nutzen
Copy-and-paste ist der teuerste Teil vieler Projekte – nicht beim Anlegen, sondern bei jeder späteren Änderung. Mit der neuen Funktion (FX) definieren Sie einen Ablauf ein einziges Mal und rufen ihn überall auf, mit festen Ein- und Ausgängen wie bei jedem anderen Transferobjekt.
Typischer Fall im Projekt: 30 Anlagen, dieselbe Datenaufbereitung. Ändert sich die Vorgabe, pflegen Sie eine Funktion statt 30 Flows – einmal geändert, gilt sie an jeder Aufrufstelle.
Wie Sie davon profitieren
- Pflege an einer Stelle: Eine Änderung statt Dutzender Nachziehungen – das spart bei jedem Rollout Zeit.
- Weniger Fehlerquellen: Was nicht kopiert wird, kann auch nicht in einer Kopie vergessen werden.
- Wartbar über Jahre: Wiederkehrende Logik liegt zentral, nicht verstreut in einzelnen Flows.
Störungen abfangen, statt den Flow abbrechen zu lassen
Das ERP antwortet mit einem Fehler, eine Lastspitze bremst das Zielsystem – solche Fälle gehören zum Betrieb. Mit dem neuen Try/Catch TO entscheiden Sie vorab, was dann passiert: Der eigentliche Ablauf liegt im Try-Subflow, Ihre Reaktion im Catch-Subflow. Der kennt die Fehlermeldung und weiß, an welcher Stelle es geklemmt hat.
Typischer Fall im Projekt: Der Auftragsdatensatz geht nicht ins ERP. Statt eines abgebrochenen Flows versucht der OPC Router es per Retry erneut und meldet erst dann per E-Mail an den Schichtleiter – mit der konkreten Fehlermeldung im Text.
Wie Sie davon profitieren
- Weniger Ausfälle: Ein Fehler stoppt nicht mehr die ganze Strecke.
- Weniger Fehlersuche: Sie erfahren mit der Meldung sofort, was und wo gescheitert ist.
- Ruhigerer Betrieb: Zeitweise Störungen fängt der automatische Retry ab, ohne dass jemand eingreift.
Der Speicher, der Ihre Flow-Logik zusammenhält
Logik braucht einen Ort, an dem Werte über den einzelnen Durchlauf hinaus liegen bleiben. Die Variablen sind dafür komplett überarbeitet: Sie liegen jetzt in einer Ordner-Hierarchie wie im Datei-Explorer – auch bei tausend Variablen finden Sie die richtige in Sekunden. Zugangsdaten hinterlegen Sie als Secret String, also verschlüsselt gespeichert und in der Oberfläche nur maskiert angezeigt.
Neu ist auch, dass Variablen Kennwerte selbst mitrechnen: Minimum, Maximum und Mittelwert aktivieren Sie als Option an der Variable, den Rest macht der OPC Router im Hintergrund. Sie schreiben nur noch den Messwert hinein.
Und wenn der Variablenname erst zur Laufzeit entsteht, etwa aus einer Anlagen-ID, sprechen Sie ihn mit dynamischem Lesen und Schreiben direkt an – ohne für jede Anlage einen eigenen Zweig zu bauen.
Typischer Fall im Projekt: 15-Minuten-Kennwert
Der Verbrauchswert einer Anlage geht sekündlich in eine Variable, an der die Aggregation aktiviert ist. Ein Zeit-Trigger schreibt den Kennwert alle 15 Minuten in die Datenbank – statt 900 Einzelwerten pro Viertelstunde landet ein sauberer Wert im Zielsystem. Früher brauchte das Hilfsvariablen für Summe und Zähler und einen zweiten Flow, der rechnet und zurücksetzt. Heute ist es eine Option an der Variable.

Wie Sie davon profitieren
- Schneller zurechtfinden: Ordner und Baumansicht statt einer endlosen Liste.
- Kennwerte ohne Rechen-Flow: Minimum, Maximum und Mittelwert entstehen in der Variable, nur der fertige Kennwert geht ins Zielsystem.
- Zugangsdaten sauber verwahrt: Secret String speichert verschlüsselt und zeigt den Wert nur maskiert.
Sicherheit ohne Wartungsaufwand
Eine Pflegeaufgabe weniger im AlltagZertifikate, die sich selbst aktuell halten
Zertifikate sind die Ausweise sicherer OPC UA-Verbindungen – und bisher eine Handarbeit auf jeder Installation. Läuft eines unbemerkt ab, steht im schlimmsten Fall die Kommunikation zur Anlage. Ab Version 5.7 holt der OPC Router seine Zertifikate automatisch vom zentralen Zertifikats-Server Ihres Unternehmens, dem OPC UA GDS, und erneuert sie rechtzeitig von allein.
Typischer Fall im Projekt: 40 Installationen über mehrere Werke. Die Einrichtung ist pro Router in wenigen Minuten erledigt, danach übernimmt die IT die Hoheit: Sperrt sie ein Zertifikat zentral, gilt das sofort auch im OPC Router. Ist der GDS einmal nicht erreichbar, läuft der Betrieb unverändert weiter.

Wie Sie davon profitieren
- Eine Wartungsaufgabe weniger: Kein Zertifikat wird mehr einzeln von Hand gepflegt.
- Keine Ausfälle durch abgelaufene Zertifikate: Die Erneuerung passiert rechtzeitig und ohne Eingriff.
- Compliance-fähig: Die IT behält die zentrale Kontrolle über alle Zertifikate.
Weitere Neuigkeiten im Release 5.7
Change Gate TO
Das Change Gate führt einen Subflow nur aus, wenn sich ein überwachter Wert wirklich relevant geändert hat. Datenbank, MQTT, REST oder Dateiablage bekommen damit nur noch, was neu ist – das senkt Last und Kosten auf der Zielseite spürbar.
Datenbank Log Table Transferobjekt
Neue Logging-Strecken starten ohne Vorarbeit: Der OPC Router prüft die Tabellenstruktur selbst; wie mit Abweichungen umgegangen wird, legen Sie fest. Für MSSQL, MySQL, PostgreSQL und weitere relationale Plug-ins.
Plug-in-Instanzen de- und aktivieren
Nicht genutzte Plug-ins lassen sich abschalten oder vom OPC Router automatisch abschalten lassen. Weniger unnötige Verbindungen zu Ihren Systemen, mehr Übersicht im Projekt.
Neue Namen und technische Basis
Verbindungen heißen jetzt Flows, Pfeile heißen Item Links. Technisch steht 5.7 auf .NET 10, dazu kommen automatische Logouts nach Inaktivität.
Fazit: Dasselbe Ergebnis in weniger Zeit
Version 5.7 verlagert Logik dorthin, wo Sie ohnehin arbeiten: in den Flow. Bedingung (IF), Funktion (FX), Try/Catch und die neuen Variablen ersetzen Skripte und Umwege durch Bausteine, die Sie konfigurieren. Das verkürzt die Projektierung, macht Änderungen zur Sache von Minuten und hält Projekte auch nach Jahren verständlich.
Dazu nimmt die Zertifikatsverwaltung über OPC UA GDS eine der lästigsten Wartungsaufgaben komplett aus dem Alltag, und das Change Gate entlastet Ihre Zielsysteme. Kurz: weniger Aufwand in der Projektierung, weniger Störungen im Betrieb.

